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 Spielen- wann verschwindet die Grenze

Wir spielten immer Monopoly mit den Kindern. Eigentlich nichts besonderes, so lange man sich an die vorgeschlagenen Spielregeln hält. Würfeln, Häuser kaufen, Miete zahlen, Miete kassieren, Häuser verkaufen oder Hypotheken aufnehmen. Das Spiel geht so lange, bis einer kein Geld mehr hat. Klare Regeln, die einen Anfang und ein Ende des Spiels bestimmen.

Doch eines Tages kamen die beiden Schlauköpfe – damals waren sie 9 und 10 - auf die Idee über die Hypotheken hinaus mit Schulden weiter zu spielen. Nun, wir steckten gerade in finanziellen Schwierigkeiten. Aber als Erwachsener kann man gut damit umgehen. Also haben wir mitgemacht. Doch dann setzte bei den beiden etwas sehr Bedenkliches ein. Die Kinder bekamen beim Spiel mit Schulden echte Angst, so etwas wie Existenzangst. Damit konnten wir nicht rechnen. Es war ja ein Spiel. Hier haben wir die Grenze deutlich übertreten, ohne es zu merken! Angst schüren beim Spiel wollten wir nicht. Die Kinder hatten es zunächst nicht einmal bemerkt. Das Spiel haben wir sofort beendet und dann den Kindern erklärt, was da gerade abging.

- Macht und Ohnmacht in einem harmlosen Spiel um virtuelle Straßen -

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